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Hier bloggt Mandy
10.10.08 Der letzte Tag, es ist doch ein Kreuz! Gestern lief mein Kyoka Beitrag (remember: Japanische Elektronik-Künstlerin). Mugison, der gut gelaunte Isländer mit der Reibeisenstimme, kam ins Studio. Ich interviewte ihn Live und war ganz hingerissen von seinen Song-Einlagen. Klar, dass ich um Mitternacht im Palais der Kulturbrauerei sein Konzert genossen habe. Vorher musste ich zwei richtig nervige Blues-Rock Bands ertragen und fragte mich, wie das den Spaß auf Mugison´s Musik fördern soll wenn man vorher Ohrenkrebs bekommt. Ich tingelte durch jede Location auf dem Gelände der Kulturbrauerei, weil ich dachte: "Es muss doch irgendwo noch bessere Musik gespielt werden", aber es blieb leider bei meiner Enttäuschung über das Programmangebot. Mugison war mit seinem Konzert das Highlight des Abends, wobei jetzt nicht der Eindruck entstehen soll, dass er es nur war, weil es sonst nichts hörenswertes gab! Mugison rockt! Wenig Schlaf und ab in den Sender hieß es heute für mich und zwei andere, weil wir den Beitrag für MotorFM zum "Mythos Backstage" fertigstellen mussten. Das Nervenkostüm war dünn und so blieb ein kurzweiliges angezicke nicht aus. Die Hirne waren ungefähr so produktiv wie Fallobst, aber letztendlich schafften wir es mit 3 Stunden Verspätung den Beitrag fertigzustellen. Immerhin. Wenn ich daran denke, dass der Workshop heute Abend vorbei ist, werde ich wirklich melancholisch, denn ich würde gern weiter machen wie bisher mit der journalistischen Arbeit und dem Radio machen. Klar, nächste Woche Dienstag läuft schon die nächste Ausgabe meiner Sendung "Canapé - MusikKultur aus dem Wohnzimmer" und ich werde noch früh genug darüber fluchen wie wenig Zeit dafür bleibt. Es geht weiter, keine Frage. Doch die neun Workshoptage vergingen einfach viel zu schnell. Der Austausch, die Zusammenarbeit und Leute aus ganz Deutschland die alle Bock auf Radio machen haben, das ist schon toll.  Mugison ::: Palais/Kulturbrauerei ::: 09.10.08 (Natürlich war auch er zu cool für meine Kamera. Ich brauche dringend Equipment!) 09.10.08 Berlin ist eine Hure, aber die POPkomm ist schön Heute gibt es auch mal Bilder von mir. Also, um das noch mal klarzustellen: Von mir - nicht: Mit mir! Wahnsinnskrasser Tag war gestern, die erste Aufregung ist verflogen, der Startschuss gefallen, die Popkomm ist da. Kyoka, die japanische Elektronik-Künstlerin war im Studio zu einem Interview, der Beitrag ging aufgrund technischer Inkompetenz in die Hose, doch es ist nichts verloren, Kyoka kommt! Heute! Frustriert und bepackt wie ein Weihnachtsbaum zog ich am Abend los zur Kulturbrauerei. Wir folgen ja dem digitalen Zeitalter und unser Ü-Wagen passte in eine Umhängetasche! Ein ibook und allerlei Verkabelungen später zogen Antrine und ich die Band Herrenmagazin vors Mikro und starten unsere Live-Reportage. Die Reportage wurde hochgelobt, doch das nur gaaaanz nebenbei. Die Verbindung mit Skype war super. Überrascht hat mich die Band Ghost of Tom Joad, die im Kesselhaus den Abend starteten und richtig rockten. Selten sieht man so einen ausdrucksstarken Schlagzeuger, der den Mittelpunkt der Band bildet. Sonst sind das ganz klassisch immer die Sänger, oder die Gitarristen. Schrottgrenze sind gute Freunde von Herrenmagazin und kümmern sich immer abwechselnd um das Merchandise-Zeug. Schrottgrenze haben gerade Spielpause, es gibt momentan kein neues Album, aber ich zerrte sie trotzdem vors Mikro und befragte sie zum Mythos-Backstage. Die Band Sport interviewten wir auch noch und dann hieß es für mich schon: Verzicht auf die übrigen Bands, unseren kleinen Ü-Wagen zurück ins Studio bringen und ab zum Kyoka Konzert in den Bang Bang Club! Währenddessen interviewte Antrine noch Tomte und vergnügte sich auf dem Konzert. Ich muss euch sagen: Kyoka rockt! Da steht so eine kleine, zierliche Japanerin mit ihrem MacBook im beigefarbenen Kleid auf der Bühne und hantiert mit den Beats wie mit Mänteln, die ihr eigentlich nicht passen wollen, doch sie zieht sie an, sie passen und so bohren sich Bässe in die Tiefen des Bodens wie Blitze die von oben in deinen Kopf einschlagen und Dich bis in die Zehenspitzen durchrütteln! Einfach geil! PS: 1,5 Stunden Parkzeit kosteten mich im schönen Berlin Mitte satte 3 Euro! Schäme Dich Du arme Hure Berlin!!! 
Kyoka ::: Live-Set im Bang Bang Cub ::: 08.10.08 
Sport ::: Kesselhaus ::: 08.10.08 
Thees von Tomte und Antrine nach dem Interview im Kesselhaus
Ghost of Tom Joad ::: Kesselhaus ::: 08.10.08 (Der Schlagzeuger war einfach zu cool für meine Kamera :-) 07.10.08 Bitte unterhalb der rot-gestrichelten Linie schreiben! ::: Auf dem Messegelände die Ehrengastkarte abholen. Vorsicht: Ich bin wichtig. Alles klar? WichtigWichtigWichtig! Hoahhhh! ::: Radioalltag: Vor einem MAC sitzen, den Stuhl durchsitzen, den A**** breitsitzen, den Stoff abwetzen, die Sonne nur durchs Fenster wahrnehmen als schwachen herbstlichen Lichtschimmer, den frischen Duft nach Waldpilzen nur auf dem Heimweg durch die Nase ziehen und pendeln, pendeln vom Mikrophon zum MAC zur Kaffeemaschine und VorbereitenVorbereitenVorbereiten, TelefonierenTelefonierenTelefonieren, Hirn anstrengen und SchreibenSchreibenSchreiben, das Steißbein spüren und im Sitzschmerz Erfolge feiern: Kyoka, eine japanischstämmige Elektronikfriklerin ist morgen zu Gast im Studio und Mugison, der verschrobene Isländer kommt am Donnerstag ins Studio, bringt die Gitarre mit und singt live! Sport, Herrenmagazin und Tomte im Interview...die Popkomm kommt! 05.10.08 Die Popkomm ist tot, es lebe die Popkomm! Seit gestern Nachmittag funktioniert das Internet nicht mehr, ein Hoch auf die modernen Zeiten! 20 Seminarteilnehmer starren jede Minute hysterisch auf den wundervoll-designten Apple-Bildschirm, raufen sich die Haare und schreien "Ich kann so nicht arbeiten! Ich muss recherchieren!" Fingernägel werden abgekaut, nervöses Füße-wippen greift um sich und die ersten voll-coffeinierten Kaffeezombies kriechen auf den Gängen des OKB herum und versuchen ihr Hirn in die W-Lan Verbindung einzuschleusen. Aufgrund des sonntäglichen Zustandes unserer Teilnehmer (mich natürlich ausgenommen, ich bin ganz und gar normal geblieben...) wird die heutige Sitzung beendet und jeder darf nach Hause gehen. Ich bin ein Parasit, lalalalala, sitze im Baum und esse Apple, lalalalala... 04.10.08 uncle sally´s und "FikiFotzi"! im Gespräch mit Caroline Frey und Yessica Yeti! Wat´n Spaß! Wat ne Erfrischung! Ich fasse mal zusammen in 5. Punkten: 1. Früher war alles besser, die Popkomm in Köln war super! Deals wurden im Suff beim Mexikaner, oder im Hotel um 4 Uhr morgens beim Koksen, wahlweise auch im Puff gemacht. 2. Die goldenen Zeiten sind vorbei, auch der Umzug der Popkomm nach Berlin hat daran nichts ändern können. Die Musikindustrie heult, kein Mexikaner, keine 5 Sterne Hotels, kein Puff und kein Koks mehr - schnief - 3. uncle sally´s veranstaltet jährlich ein großes Konzert zur Popkomm. 4. In vier Jahren verkaufe ich meine Musik mit Coca Cola und O2 holt die Popkomm in die neue O2 Arena 5. Stirb! Du sinkendes Schiff "Popkomm"! Kaum noch große Labels auf der Messe, kaum noch namenhafte Künstler am Start, so dass die Popkomm nicht mal Newcomern nutzt. So können sich Bands wie FikiFotzi nicht an große Namen hängen und im Vorprogramm auftreten. |